Technische Systemintegration und gesellschaftspolitische Fragestellungen

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Ansprechpartner für dieses Arbeitsfeld: Prof. Dr. Martin Wietschel

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48
76139  Karlsruhe

Telefon +49 721 6809 - 254

Schwerpunkt 4: Technische Systemintegration und gesellschaftspolitische Fragestellungen

Demonstratoren Individualverkehr und ÖPVN
Die Integration elektrisch betriebener Fahrzeuge in heutige Verkehrs- und Produktionssysteme stellt die Systemkonzeption und Implementierung vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat der vierte Schwerpunkt der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität zum Ziel, im Dialog mit der technischen Entwicklung Marktchancen aber auch Hemmnisse der Elektromobilität in Deutschland zu identifizieren, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu demonstrieren und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sowie   interdisziplinäre Partnerschaften zu etablieren.

Mit Demonstratoren – einem reinen Elektro-Pkw und neuartigen Fahrzeugen für den öffentlichen Nahverkehr, sowie den innerstädtischen Lieferverkehr – soll innerhalb der kommenden zwei Jahre die grundsätzliche Machbarkeit der in den anderen Schwerpunkten entwickelten innovativen Konzepte gezeigt werden. Sie schaffen eine gemeinsame Arbeitsplattform für die beteiligten Institute und demonstrieren die neuen Konzepte gegenüber Industrie, Politik und Öffentlichkeit.
 
Der zweite Aspekt dieses Schwerpunktes, die gesellschaftspolitischen Fragestellungen, beschäftigen sich mit verschieden Aspekten der Elektromobilität. Ein zentrales Thema ist, welche neuartigen verkehrswirtschaftlichen Konzepte sich sowohl für den motorisierten Individualverkehr wie auch für den innerstädtischen Lieferverkehr aus der neuen Technologie entwickeln lassen. Dabei ist die Kundenakzeptanz ein kritischer Schlüsselfaktor für den Markterfolg der Elektromobilität. Ein wesentlicher Treiber der Elektromobilität sind die erwarteten Umweltvorteile, von der Reduzierung der Treibhausgase über die Minderung der Feinstaubemissionen bis hin zur Lärmreduzierung. Bei einem weltweiten Boom der Elektromobilität ergeben sich jedoch auch Risiken der Verfügbarkeit seltener Metalle für Batterien und Leistungselektronik. Mögliche Engpässe und Substitutionsstrategien werden hier aufgezeigt. Der Übergang von Verbrennungsmotoren hin zu Elektroantrieben mit ganz neuen Fahrzeugkonzepten wird die bisher etablierten Zuliefer- und Fahrzeugherstellerstrukturen verändern. Daher widmet sich ein weiteres Arbeitspaket der Untersuchung, wie die Industrie auf die sich verändernden Wertschöpfungsstrukturen im internationalen Wettbewerb vorzubereiten ist.

Teilprojektbeschreibungen

Untersuchung von Gesamtkonzepten und Gestaltungsoptionen

Analyse von Wertschöpfungsarchtitekturen, Kompetenz-/Ressourcenprofilen und Geschäftsmodellen