Bidirektionales Induktives Laden

Bidirektionales Induktives Laden für Elektrofahrzeuge, Resonanzübertrager, Stromrichter und multifunktionales Ladegerät

Die Projektidee besteht in der Entwicklung eines kabellosen, induktiven, bidirektionalen Energieübertragungssystems für Elektrofahrzeuge, basierend auf dem Prinzip der strengen magnetischen resonanten Kopplung. Das System soll die stationäre Energieübertragung ermöglichen; jedoch für zukünftige Anwendungen so gestaltet sein, dass es flexibel auch für die Energieübertragung während der Fahrt verwendet werden kann. Um die Entwicklung in dem gegebenen Zeitrahmen zu ermöglichen steht eine virtuelle Batterie zur Verfügung.

© Fraunhofer IWES

Blockschaltbild des bidirektionalen induktiven Ladesystems

© Fraunhofer IWES

Konzept bidirektionales induktives Laden

Die Motivation für die Entwicklung eines kabellosen Energieübertragungssystems für Elektrofahrzeuge besteht in der Verbesserung des Bedienkomforts durch automatisierte Ladeprozesse und der damit erhöhten Nutzerakzeptanz von Elektrofahrzeugen. Die durch kabelloses Laden erreichbare häufigere Kopplung mit dem Stromnetz ermöglicht eine verbesserte Integration in das Energieversorgungsnetz und mehr Freiheitsgrade für das Speichermanagement im intelligenten Stromnetz (Smart Grid). Des Weiteren ist die kabellose Energieübertragung eine sichere Alternative zur kabelgebundenen Energieübertragung, da keinerlei offene Kontakte und freihängende Ladekabel potenzielle Gefahren im öffentlichen Raum darstellen.

Das Energieübertragungssystem soll auf Basis der strengen magnetischen resonanten Kopplung realisiert werden. Dieses Prinzip hat gegenüber der nichtresonanten induktiven Kopplung wesentliche Vorteile in Bezug auf den Wirkungsgrad und der Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme (Interoperabilität). Das System wird dabei nach der Anwendungsregel „Berührungsloses Laden von Elektrofahrzeugen“ des DKE/GAK 353.0.1 entwickelt.

Die Ergebnisse der F&E-Arbeiten sollen die Basis für weiterführende F&E-Vorhaben zusammen mit Firmen der Automobilbranche legen.

Die gebündelte Kompetenz von insgesamt sieben Fraunhofer-Instituten steht für Forschungs- und/oder Entwicklungsprojekte im Bereich der Elektromobilität zur Verfügung. Angefangen von der Durchführung von Machbarkeitsstudien bis hin zur Durchführung von Produktentwicklungen.

Eine Projektdurchführung kann hierbei im Verbund oder auch als Einzelprojekte durchgeführt werden.