Autonomes Fahren

Verbundprojekt Systemforschung Elektromobilität

Herausforderungen durch neue Mobilitätskonzepte

Die zunehmende Verkehrsdichte in modernen Städten und die mit der Einführung der Elektromobilität verbundenen hohen Kosten für Fahrzeuge und Infrastruktur begünstigen die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing und Ähnlichem. In diesem Zusammenhang können autonome und teilautonome Fahrzeuge einen bedeutenden Beitrag leisten.

Bessere Ausnutzung des Fahrzeugpools

So ergeben sich durch den Einsatz von autonomen Fahrzeugen im Zusammenhang mit Car-Sharing-Modellen Möglichkeiten zur besseren Ausnutzung des vorhandenen Fahrzeugpools und somit zu einer Reduktion von Investitionskosten. Autonome Fahrzeuge müssen nicht an verteilten, fixen Stellplätzen vorgehalten werden, sondern könnten dem Kunden bedarfsgerecht bereitgestellt werden.

Effizientere Nutzung vorhandener Ladeplätze

Auch wird die Bereitstellung von Stell- bzw. Ladeplätze für Elektroautos in öffentlichen Parkhäusern zukünftig wichtiger werden. Dabei wird es im Interesse des Betreibers sein, die vorhandenen Ladeplätze möglichst effizient zu nutzen. Ein voll aufgeladenes Elektroauto auf einem Ladeplatz kostet Geld. Autonome Elektro-Fahrzeuge, die über eine intelligente Schnittstelle mit Ladestation und Parkhaus-Management kommunizieren, könnten selbständig und bedarfsgerecht zwischen induktiven Ladeplätzen sowie gewöhnlichen Stellplätzen wechseln.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsarbeiten im Bereich autonomes Fahren sollen insbesondere zwei thematische Schwerpunkte haben. Zum einen die Generierung eines dichten und detaillierten, dynamischen Umgebungsmodells. Zum anderen die Planung und Regelung, kinodynamisch korrekter Bahnen für Streckenfahrten, sowie Ein- und Ausparken auf Basis dieses Umgebungsmodells.

Als vereinfachende Annahmen wird dabei die Existenz einer intelligenten Infrastruktur vorausgesetzt. Diese Annahmen sind insofern akzeptabel, als dass das Konzept ganz gezielt auf innerstädtische Kurzstreckenfahrten in der „Morgenstadt“ abzielt.

Der dritte zu adressierende Aspekt ist die Implementierung des Software-Frameworks. Hier wird das Robot Operating System (ROS), das bereits auf vielen autonomen, mobilen Robotern eingesetzt wird auf seine Verwendbarkeit im Automobilbereich untersucht.

 

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