Kühlluftoptimiertes Rad

Verbesserung der radseitigen Konvektion luftgekühlter Radnabenantriebe sowie Labortests und -messungen an der vollständigen Baugruppe Rad

© Foto Fraunhofer LBF

Räderprüfung mit Radnabenmotor

© Foto Fraunhofer LBF

Konzeptphase kühlluftoptimiertes Rad

Der Einsatz von luftgekühlten Radnabenmotoren macht eine neue Konzeption für das System Rad/Reifen notwendig. Das System ist auf die höheren Belastungen sowie eine besonders effektive Kühlluftströmung durch die Radscheibe ausgerichtet.

Die Räderentwicklung der heutigen Fahrzeughersteller ist nach wie vor stark Design getrieben; zusätzlich wird der Aspekt des Leichtbaus aber immer stärker berücksichtigt. Selbstverständlich müssen die Anforderungen aus Nutzung/Belastung auch dabei berücksichtigt werden. Dies führt heute in der Regel zu Aluminiumgußrädern oder für sportlichere oder hochwertigere Anwendungen zu Aluminiumschmiederädern.

Die gezielte Entwicklung eines kühlluftoptimierten Rades für ein E-Fahrzeug vernachlässigt den sonst starken Einfluss des Designs und richtet sich fast ausschließlich nach der geforderten Funktion. Dazu gehört auch, dass abweichend von den klassischen Breitenverhältnissen der Bereifung verhältnismäßig schmale und große Räder bzw. Reifen bei E-Antrieben eingesetzt werden, um die Verluste der Antriebsenergie so klein wie möglich zu halten. Gerade dafür müssen Gewicht und Tragfähigkeit eines solchen Bauteils in einem bestmöglichen Verhältnis stehen.

Für diese gezielte Entwicklung ist die zweiaxiale Räderprüfung die optimale Entwicklungsumgebung, um zuverlässige und hoch optimierte Bauteile entwickeln zu können.   

Das LBF, als Erfinder der zweiaxialen Räderprüftechnik, kann hier die über viele Jahrzehnte gesammelte Erfahrung hervorragend einbringen. So wird bei der Entwicklung des Rades nicht nur die Geometrie und Funktion berücksichtigt, sondern in der späteren Prüfung auch die E-Fahrzeug spezifischen Belastungen abgebildet.